Sri Vijayarama Viharaja

Sri Vijayarama Viharaja

Heute geht es zum zweiten Mal nach 2016 zur Sri Vijayarama Viharaja. Aber zunächst natürlich erst ausgiebig frühstücken. Auch heute ist die Obstplatte wieder herrlich zusammengestellt. Während wir das Frühstück geniessen, springen die jungen Einheimischen ins Meer, und das bei ziemlichen Wellengang. Sogar die Hunde machen mit, es ist aber auch schon sehr heiß heute morgen.

Ambalangoda

Wir fahren los. Am Fischmarkt beim Fischerhafen warten die Kokas bereits darauf, die Reste des Tages abzufangen. Auch eine Miezekatze hofft auf leckere Beute…

In Ambalagoda hat sich ein Autofahrer  wohl beim Einparken ein wenig verschätzt.

Ein altes Kolonial-Haus scheint gerade renoviert zu werden. Jedenfalls arbeiten ein paar Männer an der Fassade, im typischen Tempo. Das Haus hat ein Flair, das uns gefällt, Wir fragen uns, ob es wegen des Tsunamis in diesem  Zustand ist oder einfach verlassen war und mit der Zeit so verfallen ist.

Sri Vijayarama Viharaja

Als wir vor 2 Jahren in der Sri Vijayarama Viharajava zu Besuch war, hat uns der Abt erzählt, dass man hier einen großen, stehenden Buddha errichten will. Wir wollen mal sehen, wie weit man schon ist.

Wir wundern uns, dass bereits um 9 h dermaßen viele Sandalen am Eingang aufgreiht sind. Aber halt, heute ist ja Sonntag, und das bedeutet : Heute ist Sonntags-Schule, alle Kinder bzw. Schüler tragen daher weiß. Als wir eintreffen , wird gerade zusammen gebetet, bevor es dann in kleinen Gruppen an die Unterrichtseinheiten geht. Wir plazieren unsere Sandalen neben den vielen anderen…

Während die Schüler noch beten ( und das dauert seine Zeit ) , drehen wir eine Runde und schauen, ob sich etwas wesentlich verändert hat. Aber alles , wie gehabt, und vor allem in tadellos gepflegtem Zustand.

Aber EINE augenscheinliche Veränderung gibt es doch : der vor 2 Jahren begonnene Bau eines neuen Haupttempels hat nun schon 4 Stockwerke !

Der Abt kommt auf uns zu und wir plaudern über unseren Besuch vor 2 Jahren, und er schildert uns, was sich in der Zeit alles getan hat. In der Zwischenzeit bilden sich die einzelnen Unterrichtgruppen, wobei die Mädchen und Burschen immer getrennt auf eine Seite des Lehrers / der Lehrerin sitzen.

Das Schulsystem in Sri Lanka sieht übrigens Folgendes vor :

  • Pre School – Kindergarten – 2 Jahre
  • Primary School 1. – 5. Klasse – Schulpflicht
  • Junior Secondary School 6. – 9. Klasse
  • Senior Secondary School 10. + 11. Klasse –  Abschluss O-Level  (Ordinary Level) =     Sekundarschule FL/CH
  • Collegiate Level 12 + 13.Klasse – Abschluss A-Level (Advanced Level) = Abitur
  • weiterführende Schule, Universität

Die Primary School, Junior Secondary School und Senior Secondary School können in den Dorf- bzw. Regionalschule besucht werden. Für das Collegiate Level  müssen die Kinder dann aber das Dorf verlassen, da es diesel nur in grösseren Städten gibt. Die Lehrer auf dem Land sind nicht so gut ausgebildet sind, aber Privatschulen sind für die Meisten viel zu teuer.

Von der Primary School bis zur Senior Secondray School bezahlt der Staat das Schulgeld, die Schulbücher, den Stoff für die Schuluniform, sowie in ärmeren Gebieten für die schulpflichtigen Kinder ein tägliches Pausenbrot.

Viele Kinder sind aber trotzdem gezwungen, nach Beendigung der 5 Pflichtschuljahre, die Schule zu verlassen, weil den Eltern die Mittel für die weitere Schulbildung einfach fehlen.

Nun führt uns der Abt durch die einzelnen Stockwerke. Er schildert uns, dass ein großer stehender Buddha hier seine Heimat finden wird, der von einem großen Elefanten aus Teak-Holz bewacht werden wird. Das unterste Stockwerk ist bereits fertig und wird wohl die Ordinations-Halle werden. Wir gehen zusammen über Stufen hinab in das unterste Stockwerk, die Fenster und Türen sind herrlich aus Teakholz gestaltet, wobei sich die Fenster vertikal komplett drehen lassen, eine geniale Konstruktion !

Der erste und zweite Stock sind noch in Arbeit, hier wird auch an den diversen Statuen und Zierden gearbeitet.

Der Abt zeigt uns im ersten Stockwer eine weitere geniale Konstruktion : ein Sessel, der sich durch Klappen zu einem Stehtisch umwandeln läßt, auf dem etwa Bücher zum Lesen aufgelegt werden können oder als Leiter verwendet werden kann. Übrigens arbeiten alle hier unentgeltlich, auch der Architekt. Alles zum Erwerb guten Karmas.

Das erste Stockwerk wird die Bibliothek werden, wie unschwer an Hand des Mobiliars zu erkennen ist . Aber der Abt hat es uns auch gesagt 🙂

Über das zweite Stockwerk geht es hinauf auf die Dachterrasse, mit einem schönen Blick über das Umland, aber auch unter großer Hitze. Auch hier sind die tollen, drehbaren Fenster eingebaut ! Aber ansonsten ist alles noch voll im Bau befindlich.

Leider muss uns der Abt dann schon wieder verlassen, denn der Unterricht seiner Schüler steht an. Er kehrt zurück in sein Haus, wo seine Schüler bereits warten. So bummeln wir noch ein wenig durch die Tempelanlage und das Kloster…

Auf den Palmen und Mästen vor der Tempelanlage turnen große Affen herum. Um welche Art es sich handelt, wissen wir leider nicht.

Bevor wir den Tempel verlassen, bitten uns Kinder noch um gemeinsame Fotos, Ein Junge namens De Silva möchte, dass wir im die Bilder per Facebook schicken. Wir haben einen FB-Freund mehr 🙂

Wir besteigen unserern Motorroller, können aber noch nicht losfahren, weil ein Waran  die Strasse quert 🙂

Und weiter geht es…

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Puri – ein Crashkurs

Puri – ein Crashkurs

10.01.2018

Am späten Abend gibt es dann noch einen Crash-Kurs in der Zubereitung von Puri, eine Art in Öl herausgebackenes ungesäuertes Fladenbrot. Gekochte Kartoffeln werden mit der bloßen Hand gestampft, mit fein gehackten Zwiebel, Pfeffer, Chilli, Mehl, Salz und Wasser zu Teigbällchen gemacht. Naja, ganz so bloß ist die Hand dann auch nicht, denn Kuma hat Madushan`s Hand kräftig in Frischhaltefolie gewickelt, aus hygienischen Gründen 🙂

Für die Stampf-Arbeit muss Madushan herhalten, während Madusanka in der Zwischenzeit das Fischcurry brav umrührt. Lahiru ist neu hier und lernt gerade durch fleißiges Zusehen 🙂

Kuma, der Küchen-Chef, macht dann mit bloßen Händen aus den vorher geformten Bällchen die Fladen, die er dann ins heiße Öl wirft. Die fertig herausgebackenen Fladen werden in einem geflochtenen Korb gesammelt, der die Fladen erstaunlich lange warm hält.

Mit Genuss dürfen wir dann das fertige Produkt verzehren 🙂

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Thapodanarama Viharaya

Thapodanarama Viharaya

19.01.2018

Wir brechen also auf zu unserem nächsten Tagesziel. Unterwegs bestaunen wir bei einem Stand die Eier im Glas, und dann werden wir auch noch vom Eismann lachend überholt 🙂

Ein faszinierendes altes Haus aus dem Jahre 1927 nötigt uns einen weiteren, kurzen Halt ab.

Zur Tempelanlage Thapodanarama sind wir irrtümlich gelangt, wir wollten eigentlich die Shayilathalarama Viharaya besuchen, aber Google Maps hat uns da einen Streich gespielt und auf Grund unklarer Angaben zur gegenüberliegenden Tempelanlage geführt, die kaum jemand kennt. Aber das stellt sich als Glücksfall heraus den die Anlage ist wunderschön und von niemanden besucht außer uns 🙂 Wieder führen steile Stufen durch den Wald hinauf  zur Anlage.

Extra für uns scheint man Blumen gestreut zu haben 🙂

Vor dem Dagoba ist ein kleiner Schrein aufgebaut, und ein Schild weist darauf hin, die Kopfbedeckung abzunehmen und das Schuhwerk auszuziehen. Auch ein Glockenturm ist natürlich vorhanden. Diesmal eindeutig kein holländischer Einfluss erkennbar 🙂

 

 

 

Der Haupttempel verfügt über eine ganz besonders Konstruktion von Regenfallrohren.

 

 

 

Ein älterer Mönch erscheint. Ob es der Abt des angeschlossenen Klosters ist ? Jedenfalls führt er uns zum alten Haupttempel und öffnet uns die Tore. Aber zuvor wollte er unbedingt, dass wir ein Foto von ihm vor dem Dagoba schießen.

Schon im Vorraum erwarten uns bunte Statuen und alte Wandmalereien, sehr schön anzuschauen, aber eigentlich auch schon eingewohntes Bild 🙂

So richtig „geflasht“ sind wir aber, als wir den Hauptraum betreten. Damit hätten wir in dieser doch eher kleinen und wenig bekannten Viharaya nicht gerechnet : der bisher wirklich größte schlafende Buddha, den wir bislang hier in der Gegend um Ambalangoda gesehen haben, erwartet uns !

Der Raum ist prächtig gestaltet. Wie wenig er scheinbar besucht wird, erkennt man an dem Opfergabentisch vor Buddha, der völlig leer ist. Aber vielleicht wurde ja auch erst vor Kurzem hier gereinigt, wer weiß. Jedenfalls sind wir wirklich „erschlagen“ von der Schönheit dieses Raumes ! Man beachte bitte auch den Mosaikfußboden !

Schwer beeindruckt verlassen wir diesen Tempel und machen uns auf den Heimweg, noch nicht wissend, dass wir diesen Tempel für einen Anderen hielten 🙂 Das haben wir erst beim Schreiben dieses Blogbeitrages mitbekommen, hahaha… naja , den Irrtum werden wir auch noch ausbessern.

Einen kurzen Halt legen wir noch bei der

Vijaya Sri Wardana Mudalindaramaya

ein, welche direkt an der B14 liegt.

Zu diesem Tempel gibt es nicht viel zu sagen. Wir werden sofort von einem Singhalesen, wie immer total freundlich, nach unserer Herkunft befragt und erhalten in sehr guten Deutsch Auskünfte über Österreich und Vienna 🙂

 

 

Ansonsten ist man diese Tempelanlage sehr schnell durch, da alles recht klein und überschaubar gehalten ist und keine Besonderheit einen übermäßig lange aufhalten würde…

Doch halt ! Eine Besonderheit gibt es hier sehr wohl ! Nämlich den extrem verschmusten deutschen Schäferhund Savi, der einem der Mönche hier gehört und laut dessen Auskunft 6 Monate alt wäre. Savi schafft es, uns dann doch noch ein bißchen länger hier aufzuhalten und schleckt Walter beim Abschied unvermutet noch  mal heftig über das Gesicht, als er sich zum Schuhe anziehen hinunterbeugt 🙂

Villananda

Und dann geht es ab nach Hause in die Villananda, wo wir den „Brotmann“ aufhalten und uns was zu Essen besorgen, auch was Süßes zum Kaffee, und den Mango-Maracuja-Juice schlürfen, den uns Wasantha, der Hausmanager spendiert hat !

Schließlich noch ab ins Meer, Kokas und spielende Haushunde sowie den Abendmond beobachten…

 

 

 

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Sugatha Bimbaramaya

Sugatha Bimbaramaya

19.01.2018

Zunächst bewundern wir noch mal die schönen Blumen, die Doris gestern vom Villananda-Team geschenkt bekommen hat. Eine Krähe löscht derweilen wie immer Ihren Durst bei uns.

 

Das Wetter paßt heute morgen wieder für einen kleinen Ausflug. Mittlerweile haben wir es uns ja angewöhnt, um 7 h zu frühstücken und bei passendem Wetter einen Ausflug zu unternehmen. So gegen 13 Uhr ist die Hitze am größten, und wäre es immer recht angenehm, zu Hause zu sein und in den Pool zu hüpfen.  So soll es auch heute sein , nehmen wir uns vor 🙂 Am Weg zu unserem heutigen, ersten Ausflugsziel fragen wir uns, warum immer wieder so seltsame Steine an einer Schnur über die Gartenmauern hängen ?

 

 

Und hier ist des Rätsels Lösung : Die Steine dienen als „Stütze für die Stütze“ für diverse Pflanzen. Da hätten wir aber auch ohne Blick über die Hausmauer draufkommen können, oder ?

Wir wollen auch noch kurz die Villa Riina besuchen, ebenfalls im Eigentum der Ananda Houses, aber um 1000 Euro die Woche teurer als unsere Villananda. Von den Bildern auf der Homepage sehr beeindruckt, finden wir dann , vor Ort in Natura gesehen, unsere Villananda doch immer noch am Besten 🙂 Und unser Pool ist auch nicht kleiner als der der Villa Riina 😉

In Ambalangoda direkt liegt die Tempelanlage

Sugatha Bimbaramaya,

recht einfach mit dem Motorroller zu erreichen.

Als wir eintreffen tollen gerade zwei Hunde herum und ein junger Mönch passt auf, daß dem jungen Welpen auch nichts passiert 🙂

Ein älterer, aber immer noch junger Mönch, stößt dazu und möchte uns gerne durch seinen Tempelanlage führen.  Zunächst zum und rum um den Dagoba.

Selbstverständlich ziert auch hier ein Mondstein den Aufgang der Treppe zum Dagoba.

Ebenso ist der Boddhi-Baum zu finden.

Gleich nach dem Eingang zur Anlage findet sich links eine Nachbildung der Buddha-Statue von Aukana. Zumindest ist die Statue sehr sehr ähnlich.

Wir sehen uns ein wenig um und werden kurz darauf noch von weiteren Männern freundlich begrüßt. Der üblichen Frage nach unserer Herkunft folgt die übliche Verwechselung von Austria mit Australia, aber „Vienna“ kennen scheinbar alle 🙂

Man führt uns nun zum Ancient Shrine, und gemeinsam erkunden wir den kleinen alten Tempel. Mehr, als dass der Tempel 160 Jahre alt ist, bringen wir im Gespräch nicht in Erfahrung.

Danach gibt es eine Einladung zu heißem Tee, sehr süß, und wir verabschieden uns mit einer kleinen Spende.

Ab zum nächsten Ziel 🙂

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Überraschung

Hochzeitstag – Wedding Day Anniversary

Gerade als wir unser Abendessen anrichten wollen, erscheint Wasantha, der Haus-Manager, mit der Bitte, kurz unser Zimmer benutzen zu können. Natürlich für kein Problem. Als wir danach in das Haus gehen, erleben wir eine große Überraschung. Aber da sprechen die Bilder wohl mehr für sich als wir mit Worten beschreiben könnten. Also seht selbst 🙂

Just as we want to prepare our dinner, Wasantha, the house manager, appears with the request to briefly use our room. Of course, no problem. When we go into the house afterwards, we experience a big surprise. But the following pictures speak more for themselves than we could describe in words. So see for yourself 🙂

Und das hier sind die tollen Mitarbeiter der Villananda, die das bewerkstelligt haben ! Vielen Dank Euch allen ! Wir haben uns riesig gefreut ! Vielen lieben Dank !

And these are the great people of the Villananda who did that! Thank you all! We were very happy ! Thank you so much !


Madushan, Kuma, Wasantha, Walter, Thilina , Madushanka, Lahiru

Aber nicht nur, dass sie das Bett so wunderschön geschmückt haben, nein, es gab auch noch eine leckere Schoko-Torte mit Wunderkerze, die wir gemeinsam verdrückt haben 🙂 Und für Doris auch noch ein Prinzessinen-Krönchen ! Woher wußten die das bloß ??

But not only that they decorated the bed so beautifully, no, there was also a delicious chocolate cake with sparkler, which we have crushed together 🙂 And for Doris also a princess crown! How did they know that Doris loves to be a princess ? 🙂

Aber zunächst mußten wir die Torte natürlich zusammen anschneiden und wie es die Tradtiton verlangt, uns gegenseitig ein Stückchen von der Torte in den Mund schieben, hahaha…

But first of all we had to cut the cake together, of course, and as the tradition demands, we put each other a bit of the cake in the mouth, hahaha …

Aber dann wurde kräftig zugelangt, dazu gab es unseren Gewürztraminer und Cola und Sprite und für uns einen „Wood-Apple-Juice „. Die meisten Fotos hat Kuma ( übrigens der ausgezeichnete Koch des Hauses ! )  geschossen, und er gab auch immer wieder Anregungen, wie wir am besten posieren sollten 🙂

But then we got a good deal, and there was our „Gewürztraminer“ and Cola and Sprite and for us a „Wood Apple Juice“. Most of the photos shot Kuma (by the way, the excellent chef of the house!), And he also gave suggestions on how we should best pose 🙂

Alles zum Song „Congratulations“, der pausenlos in Dauerschleife am Handy abgespielt wurde und über einen Blutooth-Lausprecher ertönte 🙂

Everything happened to the song „Congratulations“, which was played non-stop in continuous loop on the phone and sounded via a Blutooth speaker 🙂

Achja, und einen tollen Obstkorb gab es auch noch !

Oh, and there was a great fruit basket!

Vielen Dank, Jungs  !

Thank you so much , guys !

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Chilan baut sein Haus… Chilan builds his house

Chilan baut sein Haus… Chilan builds his house

Wieder gibt es heute zum Frühstück eine kunstvolle angerichtete Obst-Platte.

Eine Krähe frühstückt mit uns und danach wird ihr Wassertank frisch gerichtet. Der Wellengang des Meeres ist heute etwas höher als normal.

Heute, am 18. 01.2018, haben wir , Doris und Walter, nicht nur unseren burmesisch-buddhistischen Hochzeitstag , nein, auch unser lieber Freund Chilan Chanushka beginnt heute seine Hausbau. Aus beiden Anlässen hat er uns heute zu sich nach Hause und seiner Familie eingeladen !

Beim Frühstück haben wir heute nur halbherzig zugelangt, weil wir ja von Chilan eingeladen worden sind.

Um 9 Uhr 30 holt er uns mit dem Motorrad eines Freundes ab. Sein Eigenes hat er ja uns überlassen. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg zu seinem Grundstück, wo heute wie gesagt der Hausbau startet.

Am Weg stoppt Chilan immer wieder mal, um in kleinen Shops diverse Naschereiein einzukaufen.

 

 

Unterwegs sehen wir einen Tempel, den wir bei der Heimfahrt besuchen werden und viel unbekannte und von Touristen unbesuchte, aber schöne Gegend,  mit Tee-Plantagen und auch Reisfeldern. Auch bei einer kleinen Gärtneri machen wir Halt und sehen uns nach einem Mangobaum um, den wir mitnehmen möchten, damit der Mangobaum , den wir 2016 mitgenommen haben, nicht so allein ist 🙂

 

 

 

Gute 30 Minuten dauert die Fahrt nach Batapola,Chilan`s Heimatstadt, wo er neben seinen Eltern ein eigenes Grundstück erworben hat. Als wir ankommen , sind schon jede Menge Freunde und Arbeiter da, die bereits kräftig anpacken. Vor dem Haus stehen Unmengen an Motorrädern.

Wir werden von Vater, Mutter, Großmutter, den beiden Schwestern und dem Schwager freundlich begrüßt und aufgenommen. Als kleines Gastgeschenk haben wir  eine österreichische  Bonboniere und allerlei Süssigkeiten und Kaffee mitgebracht, die wir Chilan`s kleiner Schwester überreichen sollen, so sagt sein Vater. Soweit wir es bisher mitbekommen haben, hat Chilan zwei Schwestern und zwei Brüder, ganz durchschaut haben wir das noch nicht, hahah !

Der Tisch im kleinen Haus von Chilan`s Eltern ist mit Allerlei bereits reich gedeckt. Milchreis, Süßer gebackener Klebreis und vieles andere wartet darauf, verkostet zu werden.

  

 

Chilan`s Vater präsentiert uns eine riesige Jackfruit. Das Ding hat ein Gewicht, unglaublich ! Die Jackfruit wird heute in gekochter Form zum Essen serviert werden.

 

 

Chilan`s Schwester , Amali Hewa,  ist Krankenschwester, ihr Mann ist an der Technischen Universität tätig. Wir unterhalten uns sehr gut , da beide recht gut englisch sprechen. Unser singhalesisch ist leider eher bescheiden…

3 Tage hat Chilan bereit von jeweils 9 Uhr abends bis 6 Uhr morgens durchgehend zu Buddha gebetet, um den Hausbau zu segnen. Heute übernimmt das für den ersten Tag einer der Dorfvorsteher ein älterer Herr. Er betet und segnet die Bänder, die um die ersten Ziegelsteine gewickelt werden, die den Grundstein für das Haus legen.

Die Steine liegen am Tisch, der Mann rezitiert, Kerzen brennen in einem aus Palmblättern geflochtenen Korb und geben einen weihrauchähnlichen Geruch ab.

 

 

In einem großen Steintrog hinter dem Haus schwimmen etliche bunte, kleine Fische, einer allerdings ist enorm groß ( eine Art Koi ? )  und sieht aus wie ein riesiger Goldfisch. Erstaunlicherweise frisst er Bananen !!

 

 

 

 

Chilan zeigt uns voller Stolz die Pläne seines Hauses, das auch über ein zweites Stockwerk verfügen wird. Dieses will er uns zur Verfügung stellen und selbst im Erdgeschoß schlafen, wenn das Haus fertig ist, sagt Chilan. Wie lange der Bau dauern wird, kann niemand sagen. Das ist natürlich schwer von den finanziellen Mitteln abhängig, die gerade zur Verfügung stehen. Ähnlich wie beim Bau des Hauses von Kolay Aung und Ma Shwe Zin in Myanmar. Aber man kann wohl davon ausgehen, dass es ein paar Jährchen dauern wird.

 

 

 

 

In alle 4 Ecken des geplanten Hauses wird einer der Ziegelsteine eingegraben und darauf aufgebaut. Wir haben die große Freude und Ehre, neben natürlich Chilan selbst und  seinem Vater auch jeweils einen Stein in das Erdreich legen zu dürfen ! Dabei wird gebetet und alle müssen Richtung Norden ausgerichtet sein.

Danach wird noch eine Kokospalme eingepflanzt, gesegnet und gut gegossen.

Nach einer Teepause wird dann weitergearbeitet. Das Anmischen von Beton ist hier aber noch Schwerarbeit. Nix Mischmaschine, alles wird von zwei Männern händisch mit Schaufeln am Boden vermischt, während ein weiterer Mann Wasser beifügt. Und das alles unter sengender Hitze !

Die Stunden vergehen und irgendwann müssen wir den Heimweg antreten und verabschieden uns von Chilan`s Familie und Freunden. Wir wollen auch noch zurück zu einer Gärtnerei, wo wir bei der Hinfahrt Mango-Bäume begutachtet haben, aber Chilan meint, die wären nicht so besonders gewesen und führt uns zu einem anderen Händler, wo wir einen schönen Mangobaum erwerben und noch einen Avocadobaum dazu. Beide kosten jeweils 250 Rupies !!!!

Gleich in der Nähe wohnt Nuwan Chamara, ein weiterer Bruder von Chilan. Nuwan ist gerade dabei, sein Aquarium zu reinigen. Das tut er alle 6 Monate, sagt er. Als wir eintreffen, ist er gerade fertig und gibt die Fischen  zurück ins Aquarium.

Er lädt uns zu einem kühlen Getränk ein und seine Frau überrascht uns mit extrem leckeren Hoppers !

Wir bestaunen noch das Motorrad, das Chilan von einem Freund geliehen hat. Hier ist das gegenseitige Helfen ja selbstverständlich.

Da kann es dann unbesorgt weitergehen zur 

Subaddraram Maha Viharaya,

Chilan`s Heimat-Tempel, sozusagen.

Der Tempel ist klein, aber fein. Dagoba, Boddhi-Baum, Kloster, Dhamma-Schule, alles was dazu gehört, ist vorhanden, auch eine schöne große Bibliothek.

Auch hier werden wir sehr freundlich begrüßt und ein älterer Herr und ein junger Novize bieten uns leckeren Kokosnuss-Saft an, den wir gerne annehmen. Eine hübsche Katze wird mit Leckerlis verwöhnt. Ein paar Tüten lassen wir gerne auch hier 🙂

Ein Freund von Chilan führt uns in den Alten Tempel. Er ist sehr klein und hübsch, aber nicht so bildgewaltig wie viele andere Tempel.

Chilan scheint hier auch wirklich jeden gut zu kennen und sehr beliebt zu sein. Sein Freund zeigt uns noch Mangobäume, Tamarindenbäume und vieles mehr.

Er studiert Physik und zeigt uns die Bibliothek des Klosters hier, in der er auch seine Arbeiten schreibt und studiert. Die Bibliothek befindet sich gleich links vom Haus des Abtes, hat auf der rechten Seite ein tolles Treppengelände und bietet zudem einen herrlichen Ausblick. Jede Menge Bücher, aber auch Palmblätter-Schriften werden hier verwahrt.

 

Dann fahren wir noch gemeinsam zur Tankstelle, bevor wir uns von Chilan verabschieden und uns für den herrlichen Tag bedanken. Chilan schenkt uns noch eine Tüte voll mit frischen Früchten und Süßigleiten. Dann geht es mit Hilfe von Google Maps am Handy zurück nach Ambalangoda.

Am Rückweg kommen wir noch an einer Teeplantage vorbei.

Der Brotmann kommt !

Nach ein paar Runden im Pool hören wir , wie sich die Melodie des  „Brotmannes“ nähert und stürmen auf die Strasse, um uns für unglaubliche 60 Rupies etwas Leckers zu gönnen. Bei der Gelegenheit haben wir gleich im Shop nebenan 2 Kokossnüsse dazu gekauft .

Wir stürzen uns auf die Kokosnuß und die Leckereien  vom Brotmann 🙂

So vergeht der Tag und der Sonnenuntergang beeindruckt uns wieder. Mit einem Glas Müller Gewürztraminer stoßen wir dabei auf unseren Hochzeitstag an.

Als wir das Abendessen richten wollen, erwartet uns eine große Überraschung…

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Seenigama Sri Devol Maha Devalaya und Sinigama Muhudu Viharaya

Seenigama Sri Devol Maha Devalaya

und

Sinigama Muhudu Viharaya

17.01.2018

Zwischen Peraliya und Hikkaduwa machen alle Auto- und Motorradfahrer gerne beim Seenigama Sri Devol Maha Devalaya einen Halt, um hier für eine gute Weiterfahrt zu beten und Opfer darzubringen. Der eigentliche Haupt-Tempel, der Sinigama Muhudu Viharaya,  liegt einige 100 m  vor der Küste auf einer kleinen Insel im Indischen Ozean, am Festland davor gibt es einen dazugehörigen Tempelteil, eben den Seenigama Sri Devol Maha Devalaya.

Beim Boddhi-Baum werden Kerzen entzündet und am Schrein um dem Boddhi-Baum herum werden Spenden dargebracht. An den Ecken sind Elefantenköpfe,  in deren Mäuler die Gläubigen als Spende Wasser füllen.

Auf der Insel mit dem Haupttempel kann man laut unseren Informationen ein spezielles Öl aus Chili und Pfeffer kaufen, das am Altar angezündet wird, während man ein mystisches Mantra rezitiert, um Vergeltung für erlittenes Unrecht oder erlittene Untaten zu erlangen.

Erstaunlich und fast ein Wunder, dass dieser Tempel den Tsunami völlig unberührt überstanden hat..

Ein junger Mann bietet uns an, für 500 Rupies pro Person mit dem Boot zum Sinigama Muhudu Viharaya überzusetzen, aber da der Blick trüb ist, lohnt es sich nicht wirklich, überzusetzen. Aber Passagiere haben Sie genug, der Umsatz wird stimmen 🙂

Wir haben daher das Glück, einer Zeremonie beiwohnen zu können, ähnlich der Zeremonie im Zahntempel von Kandy.

Heilige Reliquien werden in den Tempel gebracht und jeder Gläubige versucht, diese zu berühren. Dazu die typische laute Musik wie in Kandy. Auch jede Menge Opfergaben werden selbstverständlich dargebracht.

Im Innren des Tempels sieht es übrigens so aus….

Und noch ein paar Bilder…

 

Die Hitze lockt uns zurück in unsere Villa und den Pool. Am Rückweg stoppen wir wieder bei der alten Dame und gönnen uns zwei Kokosnüsse zu je 50 Rupies.

 

 

 

Zuhause laden wir die Kameras usw. ab und fahren wie üblich nach Ambalangoda , zum Gold Win Restaurant, unser Mittagessen abholen. Auch am Teller zu Hause sieht das dann lecker aus, und während wir schnabulieren, wälzt sich ein Hund in unserem Rasen 🙂

Danach Sonne genießen und mit der Drohne ein paar Luftaufnahmen machen.

Leider gab es da  einen kleinen Crash, wodurch das Glas, welches die Kameras zu Höhenmessung schützt, gesprungen ist. Diese Sprünge sorgen leider dafür, dass sich die Drohne recht eigenwillig verhält. Also wird das gebrochene Glas , nach dem Studium diverser YouTube-Video, entfernt. Morgen werde wir mal testen, ob dadurch alles wieder normal funktioniert. Ein Ersatzglas wird dann daheim in Österreich eingepasst. Aber jetzt bewundern wir bei einer Obst-Schale den Sonnenuntergang !

Morgen sind wir zum Lunch bei Chilan eingeladen….

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Shailabembarama Maha Viharaya, Dodanduwa

Shailabembarama Maha Viharaya, Dodanduwa

17.01.2018

Mit dem Motorroller geht es weiter zum nächsten Tagesziel, nur wenige Minuten Fahrzeit entfernt.

In Kumarakanda, einer Station vor dem Bahnhof von Dodanduwa liegt auf einer Anhöhe der Shailabembarama Maha Viharaya Tempel — eine uralte ,recht kleine, aber auch durchaus sehenswerte Tempelanlage.

Nur wenige Meter davor eine kleine Schule. Als wir eintreffen, ist niemand zu sehen außer den Schülern und deren Lehrerinnen.

Wir steigen die Treppe aufwärts zum Tempel, die Türen sind verschlossen. Just, als ein Mönch erscheint, um uns die Türen zu öffnen, kommen noch zwei italienische Touristinnen dazu, die sich beim Mönch darüber beschweren, dass sie überall , bei jeden Tempelbesuch, eine Spende entrichten sollen. Wir machen uns dezent aus den Staub und warten mit der Besichtigung, bis die beiden Damen weg sind. Bei deren vielen Gequassel wären die Videoaufnahmen auch audiomäßig für den Popo 🙂

Auch hier gibt es einen Glockenturm. Auch nicht unbedingt 100% gerade 🙂

Der Dagboba ist nicht überragend und auch recht klein gehalten.

…aber das kleine „Bildhaus“ zeigt wieder herrliche Wandmalereien und eine schöne Buddha-Statue.

Geöffnet wird das Tor zum Bildhaus ( Tempel ) mit einem riesigem Schlüssel.

Nähere Informationen konnten wir leider nicht einholen, und wir verlassen den Tempel relativ schnell wieder. Am Wegrand sucht ein kleiner Waran Beute und die Kinder winken uns fröhlich zu…

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Kumarakanda Maha Viharaya, Hikkaduwa

Kumarakanda Maha Viharaya, Hikkaduwa

17.01.2018

Zirka 30 Minuten dauert die Fahrt mit dem Motorroller  zur „Tür zum Erbe“ , zu dem Kumarakanda Tempel. Allerdings bei einer Geschwindigkeit von langsamen 40 kmh 🙂 Nicht, dass wir nicht schneller fahren könnten, aber wir wollen ja auch was von der Gegend sehen, nicht wahr ?

Der Tempel befindet sich auf einer kleinen Anhöhe, die weithin als Kumarakanda bekannt ist, ein paar Kilometer hinter Hikkaduwa auf der Landseite der Colombo-Galle Autobahn bei Dodanduwa, einem malerischen Touristen-Seebad Gebiet in der Nähe der südlichen Hauptstadt von Galle. Gleich hinter der Bahnstation, wo gerade ein Zug durchfährt.

Der Einfluß der holländischen Herrschaft läßt sich nicht verleugnen, wenn man den Baustil betrachtet.

Kumarakanda bedeutet übrigens soviel wie „Der Hügel des Prinzen“. Treppen führen hinauf zum Tempel. Der weißgetünchte Eingang wird von zwei Löwen am oberen Teil des Bogens geschmückt und erinnert an das Wappen am Eingang der holländischen Forts hier im Lande.

 

 

Die Treppe ist in zwei Teile geteilt und verzierte Halbmauern dienen praktisch als Schutzgeländer für die Gläubigen, die den steilen Aufstiegzum Tempel machen.