Shopping am Markt von Ambalangoda

Shopping am Markt von Ambalangoda

Gut gestärkt nach dem Frühstück ( heute gab es wieder ein kleines Kunstwerk aus frischen Früchten )…

 

 

… machen wir uns auf den Weg nach Ambalangoda, wo wir heute den Markt besuchen wollen. Vor dem Aufbruch können wir noch zusehen, wie ein Lena , das einheimische Streifenhörnchen, durch die Gegend springt…

 

 

 

 

… und die Fischer Ihr Boot zu Wasser lassen…

 

 

 

Ambalangoda verfügt ja über reichlich Shops , Supermärkte und Restaurants, aber es gibt auch einen Markt, der vom frühen Morgen bis Mittags zum Bummeln einlädt . Der Markt befindet sich zwischen der Colombo-Galle-Main Road und der Main Street. Am Besten die Colombo-Galle-Main Road entlang und auf Höhe der Station Road dann links abbiegen Richtung Meer. Dann beginnt auch schon der Markt. Aber zunächst mal einen Parkplatz finden… gesagt, getan ! Unser Roller wird gut bewacht von einem Koka 🙂

So bummeln wir mal durch die bunte Gegend und schauen, was die Stände so alles anbieten. Es gibt hier sowohl richtige Shops, als auch Stände. Manche präsentieren Ihre Waren auch einfach am Boden, etwa Fische. Oft liegt nicht mal etwas als Schutz darunter….

Vor einem kleinen Supermarkt spricht mich ein Einheimischer an und zeigt mir die Bilder eines Flugzeug-Crashes in der Türkei.

Nach einer kurzen Unterhaltung betreten wir den Supermarkt. Schon außerhalb gibt es einiges zu sehen, wie bunte Trinkflaschen und Lunch-Boxen. Das ist natürlich ein gefundenes „Fressen“ für Doris, und ruckzuck nennen wir ein paar unser Eigen 🙂 Alles für einen Spott-Preis zu haben. Das blaue, 4-teilige Set kostete etwa nur 920 Rupies ( 4, 80 Euro ), die bunten einzelnen Lunch-Boxen bloß 85 Rupies ( ganze 45 Cent ! )

Dann geht es in den Shop hinein, der recht modern wirkt und alles für den Haushalt bietet, was man so braucht. Aber auch Armbanduhren, Handtasche, Parfüm usw…

 

Die Kinder sind immer freundlich und lächeln. Dafür gibt es dann auch was Süßes von uns, während der Hund nebenan sein Nickerchen macht 🙂

Interessantes Getier wandert durch die Strassen, wie etwa dieser Komodo-Waran, den wir eigentlich am Madampe-Lake zu sehen hofften.

Vorbei geht es an einer „Bakery“, wo man am liebsten alles probieren möchte. Die Torten sehen auch echt lecker aus, oder ?

Das GAP-T-Shirt würde verlocken, aber am Foto sieht man nicht, wie schmutzig und ausgebleicht es bereits ist. Also lassen wir es…

Weiter gehts durch die Strassen. Eier werden hier kiloweise angeboten, 5 kg im Plastiksack für wenig Geld !

Ob die Eier auch ins Haus geliefert werden ? Oder hat hier ein Kunde gerade verladen ?

Vorbei geht es an einem Bankinstitut. Hinweisschilder weisen darauf hin, dasß das Tragen von Helmen UND JACKEN verboten ist ! Könnte ja eine Waffe unter der Jacke versteckt sein…

Eine kleine Markthalle mit frischen Obst , Gemüse und süßem Allerlei befindet sich in einer Seitengasse beim Chinese Hotel und Restaurant.

Die Leute hier sind extrem freundlich und freuen sich über ausländische Besucher, und immer wieder gibt es Gratisproben zu Verkosten 🙂 Und die Preise sind hier einfach klasse ! Also rein mit uns, ein bißchen was werden wir hier schon finden, das wir mitnehmen können 😉

Wenn wir gerade Hunger hätten, könnten wir uns auch frische Hoppers zubereiten lassen.

Immer wieder faszinierend sind die elektrischen Vorrichtungen hier 🙂

 

 

 

Wir verlassen die Markthalle und kaufen beim Eingang noch Gurken ( gegen scharfe Speisen :-). Beim Zahlen werden wir von einem perfekt deutsch sprechenden Singhalesen freundlich vorgelassen 🙂 Dann spazieren wir weiter die Strasse entlang. Als Doris gerade einen lustigen Affen an einem TukTuk fotografiert, klopft ihr unvermittelt ein älterer, amerikanischer Tourist auf die Schulter und schreit “ Enjoy it!“  Keine Ahnung , was er meinte, aber ruckzuck war er auch schon weg 🙂

 

 

 

 

 

In einem kleinen Laden , der sich auf Waren für Mönche spezialisiert hat, erwerben wir eine kleine Buddha-Statue.

 

 

 

 

 

Ein weiterer Shop bietet tolle Schmiede-Waren an.

Unsere Shopping-Tour war recht erfolgreich, und wir füllen mal den Packraum unseres Motorrollers mit dem Einkauf, um uns mit weniger Gewicht auf den Weg zu unserem Ayurveda-Laden zu machen. Der Besitzer erkennt uns auch nach 2 Jahren wieder und freut sich sehr, uns wieder zu sehen. Auch hier werden wir fündig und verlassen mit vielen gesunden Sachen den Laden.

Danach liefern wir alles zu Hause ab und machen uns auf zu Gold Win Restuarant und Food Center, um unser Mittagessen zu besorgen.  Wir werden schon erwartet und mit einem Lächeln begrüßt. Als kleines Geschenk bringen wir Manner-Schnitten mit und man freut sich darüber.

Im Supermarkt dann noch Eis besorgt und ab nach Hause, wo erst gegessen und dann Kaffee getrunken wird ! Mit etwas Süßen vom Markt dazu…

 

 

 

Den Rest des heißen und sonnigen Tages verbringen wir am Pool, beobachten die Fischer, schwimmen und Relaxen. Beim Ballspielen im Pool gibt es zwar eine kleine Verletzung, aber halb so wild. Wäre ja auch der erste Urlaub, wo sich Walter keine Wunde zulegen würde 🙂 Aber Gott sei Dank hat Doris ja immer ausreichend Mittel zur Erstversorgung und klebt die Wunde mit Steri-Strips.

 

 

 

Ansonsten überlegen wir noch, ob wir Matura besuchen wollen. Die Fahrt mit dem Zug dauert 2 Stunden, aber der letzte Zug zurück geht schon um 14 Uhr. Wasantha meint, wir könnten mit dem Bus, der Linie 2 , zurückfahren. Allerdings würde das fast 3 Stunden dauern. TukTuk würde  etwa 4000 LKR kosten, braucht aber auch um die 2 Stunden für jede Strecke.  Also starten wir Google Maps und Street View und machen uns virtuell auf einen Rundgang durch Matara , um dann die Entscheidung zu treffen, dass es dort nicht wirklich so viel zu sehen gibt, um die langen Fahrten in Kauf zu nehmen. Also werden wir morgen wieder eine kleine Tempeltour machen, denn im Touristenzentrum Hikkaduwa, das wir eigentlich immer meiden, gibt es einen wunderschönen Vihara zu besichtigen, aber das könnt ihr dann morgen sehen…

Jetzt aber noch den Sonnenuntergang betrachten und eine Obstschale vertilgen !

 

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Gangananda Villa – Madampe Lake

Gangananda Villa – Madampe Lake

15.01.2018

Ziemlich pünktlich jeden Tag gegen 5 Uhr 30 morgens weckt uns der „Breadman“ , also der „Brotman“ , mit seiner unverwechselbaren Melodie. Der „Breadman“ ist eine fahrende Bäckerei, der von morgens bis abends durch die Stadt fährt und sein Gebäck anbietet, zu billigsten Preisen. Dabei läuft ständig diesselbe Melodie durch seine Lautsprecher . Viele dieser Breadman-Wagen verwenden mit Vorliebe „Ballade pour Adeline“. Und das Ganze klingt wie mit einem Finger auf einer alten Casio- oder Bontempi-Orgel gespielt. Die Älteren unter uns wissen schon, dieses kleine Kästchen, das u.a. durch „DA DA DA “ von „Trio“ zur Zeit der neuen Deutschen Welle verwendet wurde. Diese fahrenden Bäckereien findet man überall und ständig. Sehr praktisch für die Bewohner in den kleinen Dörfern…

Wenn der Brotmann dann zurück kommt, wissen wir, es ist gegen 6 Uhr 30 und langsam Zeit, aufzustehen. Denn unser Frühstück haben wir immer für 7 Uhr geordert. Und meistens kommt es relativ pünktlich und vor allem schrittweise. Als erstes und Wichtigstes natürlich der Kaffee. So gegen 7 Uhr 15 ist dann alles angerichtet.

Heute gibts übrigen singhalesisches Frühstück mit Hoppers und Egg-Hoppers. Unser Koch , Kuma  , hat es gut mit uns gemeint und reichlich Hoppers aufgetischt 🙂

Nach dem Frühstück erscheint Wasantha, unser Haus-Manager, und lädt uns ein, einen Tag in der Gangananda Villa zu verbingen, die momentan keine Gäste beherbergt. Diese EInladung nehmen wir gerne an, da wir diese Villa immer schon mal näher begutachten wollten 🙂 Per TukTuk geht es auf den Weg dorthin. Unser Fahrer scheint sich sehr für Computer-Technik zu interessieren. Zumindest liegt auf der Rückbank ein Buch, das darauf hindeutet…

Fast das gesamte Personal der Villananda ist plötzlich hier, in der

Gangananda Villa

Gangananda Villa

Gangananda Villa

Es gibt Bananen, Kaffee und jeder Wunsch würde uns bestmöglich erfüllt werden , wenn wir einen hätten. Das Wetter ist toll, fast wolkenlos und die Sonne strahlt vom Himmel. Wir sehen uns in Ruhe in der Villa um, die riesig erscheint ,  3 Schlafzimmer besitzt und wesentlich moderner gestaltet ist als unsere Villananda Villa…

 

Hier sind dann mal ein paar Einblicke in das Innenleben  dieser tollen Villa, die direkt am Madampe Lake liegt. Übrigens stehen hier auch Kajake zur Verfügung, wenn es wer sportlich möchte 🙂 Weiters gibt es hier, im Gegensatz zur Villananda, sogar einen Massagetisch !

Vorsicht ist bei den Türen zu den Schlafzimmern geboten, die Türstöcke sind etwas niedrig. Walter schaffte es, sich in einer Stunde 3 x die Birne am Türstock anzustoßen, trotz Wissens um deren geringe Höhe 🙂

Die Hitze ist schon enorm, also ein paar Runden schwimmen .

Danach bekommen wir eine Staude Bananen geschenkt. Das muss Walter gleich in seinem Lappi schriftlich festhalten.  Auch der Wunsch nach Kaffee wird erfüllt. Dauert zwar ein wenig, aber er kommt 🙂 Und dann gibts auch noch ein schönes , kühles Getränk, nämlich Mago-Maracuja-Saft, frisch gepresst !

Während wir das Leben geniessen, schuften andere und pflanzen eine neue Palme ein. Hier läuft das so : kommt man einem Haus oder Garten vorbei , wo einem eine Pflanze gefällt, fragt man einfach die Bewohner , ob und für wieviel Sie die Pflanze verkaufen, und fertig ! Hier freut man sich ja über jedes zusätzliche Einkommen, bei etwa 200 Euro durchschnittliches Monatsgehalt ! Die Pflanze hier hat 1500 LKR gekostet und wird nun mit recht betagten Hilfsmitteln eingepflanzt. Ein Weißkopfseeadler zieht währenddessen über uns seine Runden !

Und nun ein Suchbild : findet das „Lena“ , das einheimische Hörnchen 🙂

Die Inhaber der „Ananda-Houses“ bauen gerade hier am See auf einem kleinen Hügel eine neue Villa, die im Februar 2018 eröffnen und die ersten Gäste begrüßen soll. Man lädt uns ein, mit dem Boot dort hin zu fahren und sich den Bau der Villa anzusehen. Das Angebot nehmen wir gerne an,  und so geht es um 16 h mit 3 Mann und einem kleinen Boot mit Elektro-Motor los über den See. Vor 16 h wäre es für die Bootsfahrt in der prallen Sonne viel zu heiß gewesen. Jetzt ist zwar nicht mehr zu heiß,  aber trotz Sonnenschutzfaktor 50 holen wir uns einen Sonnenbrand :-0

Bei der Rückfahrt wird der Motor dann versagen und die drei jungen Herren dürfen kräftig in die Ruder langen 🙂 Unser Schuhwerk lassen wir dummerweise am Steg liegen, was sich später als Fehler herrausstellen wird, beim Aufstieg zur neuen Villa. Aber jetzt geht es mal los, über den Madampe Lake…

Bald erreichen wir den Teil des Sees, wo die neue Villa gerade auf ihre Fertigstellung wartet. Ohne Schuhwerk geht es durch das Wasser, Schlamm, Schotter und spitzes Gestein den Hügel hinauf zum Neubau.

Die neue Villa verfügt über 3 Schlafzimmer, allerdings doch recht klein. Umso größer dafür der Pool, der schon fast fertig ist. Viel geben die Fotos von den Räumen noch nicht her,  es wird ja fleißig gewerkelt.

 

Was UNS aber stören würde, ist der Fakt, dass es reichlich Nachbarn seitlich gibt und unterhalb der neuen Villa eine weitere gebaut wird. Uns persönlich wäre das zuviel 😉

Nachdem wir alles gesehen haben, machen wir uns auf den Rückweg  . Wir passieren auch die Wedding Hall, in der gerne Hochzeitsfeiern abgehalten werden. Da kann es dann recht laut werden, und das lange Zeit ! Und dann hört man das bis zur Gangananda Villa, die ja nicht weit entfernt ist.

Der Motor unseres Bootes ist zwar ausgefallen und unsere Burschen müssen kräftig rudern ( und vor allem schnell , den der Abend naht, die Sonne beginnt zu sinken ) . Der guten Stimmung tut das keinen Abbruch, es wird viel gelacht und per Handy einheimische Pop-Musik gespielt. In dezenter Lautstärke, schließlich gibt es hier ja eine Tierwelt. Knapp vor Einbruch der Dunkelheit sind wir zurück in der schönen Gangananda Villa…

So geht ein weiterer, toller Tag in Sri Lanka dem Ende zu. Zeit, zurückzukehren in unsere Villananda…

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Brief Garden – der Garten von Bevis Bawa

Brief Garden – der Garten von Bevis Bawa

Bevor wir unser nächstes Ziel erreichen, stoppen wir noch in einem Ayuveda-Laden in Bentota, um wirksame Mittel gegen Mosquitos und Sandflöhe zu erwerben. In Bentota, als Touristenzentrum, sind die Preise natürlich gehobener als in Ambalangoda, wo man die Ausländer kaum bemerkt, aber unser Fahrer kennt einen Laden mit humanen Preisen, wo auch die Einheimischen kaufen. Und die Preise sind tatsächlich moderat.

Länger haben wir überlegt, ob wir den Brief Garden besuchen sollen. Sehr unterschiedlich waren die Kritiken und Meinungen dazu, die wir im Internet gelesen haben, und auch hier in Sri Lanka sind die Meinungen geteilt. Da die Gartenanlage aber nur 15 Minuten entfernt von Kanda Vihara ist, haben wir uns entschlossen, die Anlage zu besuchen. Vorweg : für uns war es ein absolut positiver Erlebnis !

Gleich am Eingang ist das Hinweisschild nicht zu übersehen

 

Der Eintritt beträgt nun 1000 LKR !! Ursprünglich waren es mal 350 LKR. Für Einheimische ist das ein Tageslohn !! Man merkt schon daran, dass Brief Garden nun mehr kein Privatbesitz , sondern in der Hand eines Unternehmens ist.

Brief Garden ist im Prinzip das koloniale Wohnhaus von Bevis Bawa , einem verstorbenen Landschaftsarchitektem, Gärtner,  Lebensgeniesser , Künstler und Kunstsammler, mit seiner traumhaften Gartenanlage. Brief Garden liegt etwas im Landesinnern, 10 Km von Aluthgama und Beruwela entfernt im kleinen Dorf Kalawila.

Bevis Bawa verwirklichte seine Traumvorstellungen vom eigenen Haus mit prachtvollen Garten, teils mit japanischer Stilrichtung, Wasserspielen und vielen kleinen und feinen Details. Er verstarb 1979 ohne Erben und vermachte das Anwesen seinen Angestellten, mittlerweile wurde es, wie schon erwähnt, von den Erben an ein Unternehmen verkauft. Viele Besucher bemängeln den Zustand, aber uns persönlich hat es sehr gefallen und alles wirkte sehr natürlich.

Bevis Bawa wurde 1909 in Colombo geboren und verstarb 1992 in seinem Haus in Kalawila. Er war der Bruder von Geoffrey Bawa, dem bekanntesten Architekten Sri Lankas, der auf seine ganz eigene Art Architektur, Kunst und Natur miteinander verband.

Captain Bevis Bawa  war ein hoch respektierter und anerkannter Landschaftsarchitekt in Sri Lankas und diente auch als persönlicher Assistent den Gouverneuren vom damaligen Ceylon. Im Jahr 1929 erwarb er eine ehemalige Kautschukplantage und erschuf daraus nach und nach den heutigen Brief Garden. Der Name „Brief Garden“ bezieht sich übrigens auf eine Artikelserie der 50er und 60er Jahre über Landschaftsgärtnerei, welche von Bevis Bawa unter “Briefly by Bevis” in der Ceylon Daily News veröffentlicht wurde.

Auf unerer Entdeckungsreise durch den riesigen Garten stoßen wir auf einen Tischtennis-Tisch aus Stein und einen Grill-Platz, den wir auch selber auch gern hätten 🙂

Brief Garden ist ein Platz,  der sehr viel Ruhe ausstrahlt. Der Garten wurde im Einklang mit der Natur geschaffen  und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Der Weg führt durch dschungelartig überwachsene Steintore und vorbei an ebenfalls überwucherten Steinstatuten und Steinbrunnen. Allerlei Blumen und Pflanzen säumen den Weg…

Eine steinerne Treppe mit einem Mondstein am Anfang führt vorbei an einem japanischen Garten mit einem leider fast ausgetrockneten Teich hin zum Haus ..

Besonders hat es uns eine Pferdefigur, natürlich aus Stein und schon etwas überwuchert, angetan…

Bevor es dann INS Haus geht, wandern wir einmal außen herum.

Ein ganz besonderes Prunkstück ist die „Black Lily“ , die schwarze Lilie !!

In einem kleinen „Hinterhof“ gibt es ebenfalls jede Menge herrlicher Motive !

Dann geht es in das Haus hinein, das sehr schön gestaltet ist und eindrucksvoll beweist, wie sehr der Hausherr mit Kunst und Kultur verbunden war. Kaum eine Ecke , in der nicht ein Kunstgegenstand auf seine Bewunderung wartet. Fast ein kleines kunsthistorisches Museum erwartet uns hier.

In den 60er Jahren kam der australische Künstler Donald Friend zu Besuch und blieb über 5 Jahre. Er ließ viele seiner Kunstwerke , die er hier schuf, als Geschenk im Haus zurück, unter anderem auch ein grosses Wandgemaelde im Chagall-Stil, gemalt mit Öl auf Zementwand, aus dem Jahre 1958. Es trägt den Titel „Brief Mural“ und wurde 2017 konserviert / restauriert.

Dann geht es noch durch eine wunderschöne Tür aus Schmiedeeisen an einer hübschen kleinen Terrasse vorbei in einen kleinen Garten mit Brunnen, wunderschönen Pflanzen und einen herrlichen Terrassenboden.

Und das war es dann auch mit unserem Besuch hier. Natürlich, 1000 LKR Eintritt statt 350, darüber kann man sich schon ärgern. Vielleicht ist der Eintrittspreis auch wirklich ein wenig überzogen, aber wenn man da an unsere heimischen Eintrittsgelder denkt, relativiert sich das auch wieder , zumindest für uns ausländische Touristen. Für die Einheimischen ist natürlich auf jeden Fall reinster Nepp. Für uns persönlich hat es sich aber auf jeden Fall gelohnt, den Besuch hier  zu machen. Aber das ist unser subjektives, persönliches Resümee….

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Kanda Vihara – der Heilige Berg

Kanda Vihara – der Heilige Berg

Bevor wir unser nächstes Ziel besichtigen, wollen wir gerne ein Kokosnuss köpfen lassen, um unseren Durst zu stillen. Normalerweise an jeder Ecke und alle 100 m zu finden, entdecken wir just jetzt, wo unser Durst am Größten ist, keinen einzigen Kokosnuss-Stand. Verhext ! Also machen wir es uns am Platz vor dem Kande Vihara in einer kleinen „Kneipe“ gemütlich und gönnen uns Mango-Saft, gemischter Früchtesaft, Sprite und Wasser. Kostenpunkt für die drei Getränke : 250 LKR

In Aluthgama etwas landeinwärts, am Kande Vihara, dem heiligen Berg, befindet sich die größte sitzende Buddhafigur von Sri Lanka. Sie ist etwa 50 Meter hoch und etwa 45 Meter breit. Sie wurde 2008 nach vielen Jahren Bauzeit fertiggestellt.

Um zur Budddha-Figur zu gelangen, muss man zunächst einige steile Stufen erklimmen…

 

Beim Aufstieg sollte man den Seiten Beachtung schenken, die sehr schön gestaltet sind mit den typischen buddhistischen Symbolen und Tieren,

Oben angekommen, sind die Bodenplatten extrem heiß. Unsere Fuße glühen förmlich, und auf der Stelle stehen zu bleiben ist wirklich unmöglich. Länger als einige Sekunden hält man das nicht aus um diese Zeit, unter der enormen Hitze. Gott sei Dank gibt es einige wenige schattige Plätze mit Bänken, auf denen wir Platz nehmen und einen Schluck Wasser trinken.  Neben uns sitzen einige junge Mädchen und ein kleiner Junge und essen Früchte, Als Sie uns bemerken, geben Sie dem Jungen Früchte in die Hand, der damit zu uns läuft und Sie uns überreicht. Schnell kommen wir ins Gespräch und wir plaudern und bedanken uns natürlich sehr herzlich für die Früchte !

 

 

 

 

Am Platz laufen viele Hähne herum, einer davon verrichtet sein großes Geschäft genau neben meinem Rucksack. Wir wußten gar nicht, welche große „Haufen“ diese Tiere von sich geben können. Jedenfalls ging es knapp an meinem Rucksack vorbei 🙂 Sein Glück, denn sonst hätten wir Ihn ganz unbuddhistisch gegrillt 🙂

 

 

Hier ein paar Einblicke in den Platz vor dem sitzenden Buddha :

Rechterhand ist ein Elefant angekettet, der von den Besuchern gefüttert werden kann. Vielleicht erwerbt man ja damit gutes Karma, aber ob das auch für den Besitzer des Elefanten gilt, wagen wir zu bezweifeln. Uns tut das arme Tier jedenfalls nur leid 🙁

 

Diese neue Buddhafigur ist von innen begehbar, zwei Stockwerke kann man auch besichtigen, geplant waren aber wohl mehrere. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Schon vor dem Eingang in das Innere der Statue findet sich ein kleiner, aber schön gestalteter Gang.

Wieder hinaus aus dem Gang und ganz hinten links um die Ecke gelangt man dann in den Eingang zu den inneren Stockwerken der Statute.  Wir bewundern die beiden fertiggestellten Stockwerke. Jedenfalls sind diese Stockwerke bzw. das Innere  wunderschön mit farbenfrohen Malereien gestaltet , welche Ausschnitte aus dem Leben Buddhas und den Höllen zeigen. Sehr schön auch die Stiegen !

Als wir das Innere verlassen, ist der Himmel plötzlich dunkel ! Regen und Gewitter scheinen sich anzukündigen, und uns stehen noch ca. 40 Minuten Heimfahrt mit dem TukTuk bevor. Also beschließen wir, die weitere Besichtigung zügig voranzutreiben.

Hinter der neuen Buddha-Figur findet sich der alte Tempel aus dem Jahr 1734; immer schon ein sehr beliebtes Pilgerziel der heimischen Buddhisten und ein wichtiges Bildungszentrum.  . Der Kande Vihara Tempel ist täglich ein Anziehungspunkt für unzählige Gläubige. Hier ein paar kurze Einblicke…

Im strömenden Regen treten wir die Heimfahrt an. Im TukTuk geht das ja noch, aber die restliche Strecke zu uns nach Hause am Motorroller ist doch ein wenig unangenehm. Wir erreichen patschnass die Villa, und prompt ist der Regenguss vorbei !!

Und dann lernen wir noch einen Freund kennen 🙂 Der lag da einfach, als wir heimkamen. Halt hat Geschmack und einen Sinn fürs Schöne, der Kerl 🙂

 

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Wanawasa Raja Mahaviharaya

Wanawasa Raja Mahaviharaya

In nur wenigen Minuten Fahrzeit haben wir unser zweites Ziel für heute erreicht. Erbaut wurde dieser Tempel während der Ära von König Devanampiyatissa (250-210 v. Chr.). Der Wanawasa Rajamaha Viharaya von Bentota gilt als Teil des Panchamaha Vihara Komplexes von Bentota, bestehend aus :

1.) Dem Ort, an dem der Bodhi-Baum gepflanzt wurde, der Bodhi Maluwa Rajamaha Viharaya,

2.) dem Ort, an dem die Arhats lebten, dies war der Wanawasa Rajamaha Viharaya

3.) dem Ort, an dem die drei Chaithas lagen, der Galapatha Rajamaha Viharaya

4.) und dem Ort, an dem der Tempel (Vehera) lag, der Benvehera Rajamaha Viharaya.

Damit waren  alle Bestandteile des Panchamana Viharaya vervollständig,

Als wir den Tempel erreichen, machen sich gerade viele junge Novizen auf den Weg, wohin auch immer 🙂 

Die Mauer am Eingang des Tempels ist reich verziert.

Der Tempel befindet sich auf einem felsigen Hügel 100-150 Fuß über dem Meeresspiegel . Zum eigentlichen Tempel führt ein steiler Stiegenaufgang, in dessen Mitte sich rechts eine Bibliothek mit alten Schriften, teilweise auf Palmblättern, befindet, und wo man auch gleich seine „Donation“ abgeben und sich ins Spendenbuch eintragen kann.

Weiter geht es in der bereits brütenden Hitze über steile Stufen hinauf zum Tempel.

Oben angekommen bleibt uns nur die Besichtigung von aussen, da die Räume alle verschlossen waren. Zwar hat man einen schönen Blick auf die Umgebung und auf die am Fuße des Berges liegende Schule, um zum längeren Verweilen war es schon zu heiß, ohne jeglichen Schatten, und mehr als den Dagoba , 2 Schreine und ein  paar Kleinigkeiten gab es nun gerade nicht zu sehen. Das alle Räume verschlossen sind, liegt wohl daran, daß vor wenigen Minuten alle Mönche und Novizen diesen Ort verlassen haben….

Am Rückweg, die Stufen hinab, bewundern wir noch einige herrliche Pflanzen.

Es war bekannt, dass all diese Tempel durch unterirdische Tunnel miteinander verbunden waren, aber jeder Beweis dieser Tunnel fehlte, bis eines Tages bein Errichten einer Müllgrube im Wanawasa Rajamaha Viharaya einer der längst vergessenen Tunnel freigelegt wurde.

Der Eingang zum Tunnel führt das Maul  eines Löwen , und der Tunnel öffnet sich in eine kreisförmige Kammer, die zu einer kleinen Kammer mit mit Wandgemälden führen soll. Allerdings ist der Eingang sehr versteckt und schwer zu finden, wir hätten fast aufgegeben, haben aber mit Hilfe eines Einheimischen dann doch den Zugang gefunden…

Diese vielen Mönche weisen den Weg dorthin , wenn man es halt weiß 🙂

Wenn ihr an DIESEM Schrein vorbeikommt, seid ihr am richtgen Weg !

Gleich danach, nach einer Kurve, kommt das Schulgebäude. Gegenüber, im Dickicht versteckt, findet man dann die Treppe zum Löwenmaul, das den Eingang zum Tunnelsystem bewacht. Der Tunnel selbst liegt nur wenige Meter frei, war aber leider versperrt und niemand hatte einen Schlüssel 🙁

Hier noch ein Blick in das Schulgebäude :

Der Wanawasi Rajamaha Viharaya wurde unter der holländischen und portugiesischen Besatzung fast gänzlich zerstört. Heute ist er ein normaler buddhistischer Tempel .

Es soll auch eine beeindruckende Nachbildung des Adams-Peak geben, welche  mit einem Hebel ausgestattet ist, an dem Besucher ziehen können, um einen Strom von Wasser zu senden, der den Berg hinunter strömt. Gefunden haben wir dies aber leider nirgends.

 

 

 

Also auf zum nächsten Ziel, den Kande Vihara. Aber keine Sorge, nach dem Bericht zum Kande Vihara kommt dann mal was anderes, KEINE Tempelanlage 🙂

 

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Bidis, Eis, der Galapata Vihara und andere Tempel…

Bidis, Eis, der Galapata Vihara und andere Tempel…

Eigentlich wollten wir heute , am 13.1.2018, zusammen mit Rumesh und Chilan einen Ausflug nach Rumassala machen und dort am Strand gemeinsam chillen. Um 10h30 wollten wir uns treffen, doch leider mußte Rumesh kurzfristig arbeiten und daher absagen.

Damit blieb es heute bei einem Besuch von Chilan bei uns in der Villa zu Mittag zum Kaffee. Das Positive war aber, dass er auch Malik mitbrachte, und so konnten wir uns gemeinsam an lustige Zeiten erinnern…

 

 

 

 

 

 

 

Eine Stunde später waren wir allein und genossen die Sonne und den Pool. Allein ? Nicht ganz, denn plötzlich tauchten ein paar junge Leute aus Galle auf, die zunächst am Strand Fotos machten und dann unsere Unterkunft entdeckten. Ushan, ein junger Mann, fragte höflich, ob sie wohl in unserem Garten Fotos machen dürften. Natürlich erlaubten wir das gerne, und wir fotografierten alle zusammen, damit nicht ständig jemand aus der Gruppe am Bild fehlen würde. Wir kamen ins Plaudern und bestaunten die wunderschönen, extrem langen Haare des jungen Mädchens.  Eine Stunde, nachdem sie uns wieder verlassen hatten, chatteten wir auch schon mit Ushan per Facebook Messenger und erhielten eine Einladung zu Ihnen nach Hause in Galle…  wäre schön, wenn das klappen würde 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

Gold Win Restaurant

 

Im „Gold Wien Restaurant and Food Center“ ( so heißt es ja der Verpackung nach korrekt ) haben wir uns wieder unser Mittag- bzw. Abendsessen geholt.

 

Heute zahlen wir für unsere zwei Portionen 700 Rupier, da die gebackenen Hühnerkeulen schon Luxus sind und extra kosten 🙂 Danach noch ein schmackhaftes Eis, Mango und Schokolade, aus dem Supermarkt , hehe…

Beim Einkaufen unseres Wasservorrates in dem kleinen Laden nebenan haben wir diese Bidis entdeckt  ( oder auch Beedi ) So nennen die Leute hier diese Dinger. Die einen sagen, diese Mini-Zigarren sind ganz leicht, die anderen sagen, Sie wären ganz stark. Naja, die Empfänger dieses Mitbringsels werden uns dann sagen, was stimmt .-) Jedenfalls haben wir für ein Stück 10 Rupies bezahlt, was sich danach als Wucher rausstellen sollte. Malik hat uns nämlich verraten, dass diese Bidis bloß 5 Rupies das Stück kosten 🙂 Wieder Lehrgeld bezahlt, hahah !

Bidis sind eine Art Zigarette aus einem Tendublatt (Ceylon-Ebenholz) als Hüllblatt und Tabak oder anderen Kräutern als Füllung. Bidis sind sehr trocken und werden häufig parfümiert.

Bidis werden gern von der ärmeren Bevölkerungsschicht geraucht, deswegen nennt man sie auch „poor mens cigarette“ , also Arme-Leute-Zigarette 😉 Der Raucher muss, verglichen mit einer normalen Zigarette, tiefer und öfter inhalieren, um die Bidi am Glühen zu halten. Auf Grund der hohen Werte an Kohlenmonoxyd und Teer wäre der Verkauf bei uns daheim verboten…

Am Abend dann wieder Massage mit Vidura und seiner Frau.

Morgen werden wir dann mit einem Freund eine kleinere Tour machen. Treffpunkt ist eine Tankstelle in Ambalangoda, dann stellen wir unser Bike ab und machen uns mit seinem TukTuk auf den Weg.

Die geplante Tour sieht folgendermaßen aus :

Im unserem Garten blüht ja Einiges, aber vor der Abfahrt haben wir heute was Neues entdeckt 🙂

Wir machen uns also auf den Weg zum Treffpunkt. Eine Tankstelle ist dazu auserkoren worden. Die Rückseite eines Lastwagens fasziniert uns und wir machen vom Motorrad aus einen Schnappschuß. Ein alter Ford muss auch als Fotomotiv herhalten.

Wir parken unser Motorrad , und dann geht die Fahrt mit dem TukTuk schon los.